2006. Mai

 

IDV-Stammtisch im April

Nach dem schlecht besuchten letzten Stammtisch kamen nun im April sehr viele, um einen gemütlichen Abend im deutsprachigen Freundeskreis zu verbringen. Diesmal waren auch seit langem nicht gesehene Mitglieder dabei. Die Freude, die alten Freunde wieder beim Stammtisch begrüßen zu dürfen, war groß. Es wurde viel gescherzt, lange diskutiert und man verbrachte einen schönen Abend bis spät in die Nacht hinein, so könnte man kurz diesen Stammtisch zusammenfassen.
Erwähnt muß allerdings auch werden, was alles besprochen und entschieden wurde! Der Vorsitzende Rudi Kastner gab allen bekannt, dass es im Mai IDV-Vorstandswahlen geben werde. Alle amtieren Vorstandsmitglieder werden wieder kandidieren. Der Stammtisch, der am Tag der Neuwahl des Vorstandes organisiert wird, beginnt mit um 17h mit dem traditionellen Konzert der Musikschule, das Stücke von deutschen Komponisten zum Inhalt hat. Diesmal findet das Konzert jedoch nicht in der Musikschule, sondern in der Sostói Csárda statt (Programm siehe Seite 1). Der Vorstand wird nach dem Konzert um 18h gewählt. Zwischen der Neuwahl und dem Beginn des Stammtisches um 19h werden Bilder der Ausflüge und der Stammtische gezeigt.
Rudi Kastner bedankte sich noch einmal recht herzlich bei den fünf Damen (Annabel Brandt, Sigrid Neudorfer, Ines Stefan, Lydia Schmidt und Hella Wilke), welche den großartigen Faschingsball organisiert hatten. Anstatt Blumen zu überreichen, lud er sie lieber zum Abendessen ein, wobei sie auch gleich die nächste Veranstaltung vorbereiten konnten. Er dachte, dass die Damen durch die feinen Gerichte beflügelt ihrer Fantasie leichter freien Lauf lassen könnten. Die Ideen kamen wirklich sehr schnell, bereits vor dem Essen.
Der Termin des Sommerfestes wurde vereinbart. Der IDV veranstaltet am 24. Juni seinen "Sommernachtstraum" (mittlerweile ist auch schon der Ort fixiert: Ferienheim des Krankenhauses am Ufer des Fehértós). Rudi Kastner schlug vor, auch die Freunde aus Subotica und Temeschwar einzubinden, was er bis zum nächsten Stammtisch mit den zuständigen Leuten abklären wird.
Er wies auch darauf hin, dass zum nächsten Stammtisch alle Mitgliedsausweise mitgebracht werden sollen, da es heuer neue gibt. Natürlich sollte man auch den Mitgliedsbeitrag mitnehmen!
Der IDV plant seit 2 Jahren eine Reise nach Rumänien an den Bärensee. Der Vorsitzende meinte, diese Reise sei nur eine Illusion, da die Fahrt aufgrund der schlechten Wege zu lange dauern würde. Man solle einen Kompromiss machen: Eine Gruppe fährt zum Bärensee hinunter, eine bleibt in Temeschwar. Auf der Rückfahrt könnten sich beide Gruppen wieder treffen und gemeinsam heimfahren. Da sich die Mitglieder nicht einigen konnten, muß die Reise somit noch einmal überlegt werden.
Nach den informativen und organisatorischen Worten des Vorsitzenden wurde das Wort Dr. Arpád Schindler übergeben, der über das ungarische Wahlsystem und die Wahlen - die zu diesem Zeitpunkt bereits im Gange waren - referierte. Dr. Schindler erzählte auch noch von der Einschulung in der Kiskunhalaser deutschen Minderheitenklasse. Er meinte, es sei ein schönes Ergebnis, dass sich 38 Kinder einschreiben wollten.
Rudi Kastner meinte in Zusammenhang mit der Kiskunhalaser deutschen Minderheit, dass er es schade finde, dass der Kontakt mit dieser Minderheit nicht funktioniere. Der IDV wünsche sich mehr Kontakt zu den örtlichen Minderheitenorganisationen. Árpád Schindler antwortete, dass die Stadt und ihre Umgebung eine spezielle Situation darstelle, da hier die Zahl der Ungarndeutschen sehr niedrig sei und sehr viele davon die deutsche Sprache vergessen oder gar nicht erst erlernt bzw. keine Bindung zur deutschen Kultur mehr hätten. Die Nationalitätenklasse wird auch nicht unbedingt von Kindern ungarndeutscher Eltern besucht. Der Zweck solcher Klassen ist es, den Kindern mit oder ohne ungarndeutscher Abstammung Deutsch beizubringen und sie mit der deutschen Kultur vertaut zu machen.
Vom Vorstand wurde noch erwähnt, dass das Interesse am Lesen sehr zu wünschen übrig lasse, weswegen Rudi Kastner vorschlug, auch Hörbücher in die Bibliothek zu stellen, womit die Teilnehmer auch einverstanden waren.
Was der nächste Stammtisch mit der Neuwahl bringen wird, weiß man natürlich nicht, aber die Mitglieder scheinen mit Rudi Kastner zufrieden zu sein. Seine Energie, seine Ideen für die Arbeit des IDV sind zu bewundern. Obwohl er den April-Stammtisch mit den Worten: "Vielleicht bin ich ja zum letzten Mal hier, im Mai gibt es Neuwahlen...", eröffnete, wurde er von niemandem ernst genommen. Außer seinen Verspätungen, die ihm alle gerne nachsehen, kann man nichts Schlechtes über ihn sagen. V. M.